Karthago als prämiertes Projekt im Wettbewerb für ein zukunftsfähiges Zürich
Karthago – eine real existierende Utopie Karthago gewinnt den Sonderpreis "Wohnbaugenossenschaften für Projekte": 10'000.– Fr.
Projektidee: Der dokumentarische Kurzfilm über Karthago soll nach fünf erfolgreichen Jahren real existierender Utopie kurz das Entstehen, vor allem aber das Bestehen und nicht zuletzt die Zukunft dieses einzigartigen Wohnprojektes in Zürich zeigen.
Vermittelt wird ein kleines Stück revolutionäre Stadtgeschichte, es finden Begegnungen mit engagierten und erfahrenen Wohngenossinnen statt und der Einküchen- und Grosshaushalt wird als ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich vorbildliches Wohnmodell vorgestellt.
Begründung der Nachhaltigkeit: Das starke soziale Netz im Mehrgenerationenhaushalt bringt gesellschaftliche Vorteile für Familien und Singles mit Anschlussbedürfnissen. Das Einküchenhaus und das kollektive Essen kommen den gesellschaftlichen Aspekten zugute wie auch die kollektiven Räume und Anlässe, die auch für Aussenstehende offen sind. Die Genossenschaft verfolgt mit der Haushaltökonomie auch ökologische Aspekte und durch Selbstverwaltung und Effizienz wird preiswertes Wohnen ermöglicht.
Meinung der Jury: Die Jury lobt die Nachhaltigkeit des Projektes mit Vorbildwirkung: die Verknüpfung von ökologischen Aspekten (sanfte Umnutzung eines bestehenden Bürohauses), sozialen Anliegen (gemeinschaftliches Wohnen mit Rücksicht auf Behinderte, Integrationsaspekt) und ökonomischen Aspekten (funktioniert heute noch, keine Utopie). Der Film als Medium wird begrüsst, da er sinnlich wahrnehmbar ist. Die Jury möchte mit der Prämierung die Pionierleistung für neue Arten von genossenschaftlichem Wohnen belohnen sowie den langen "Schnauf", der wegen des politischen Widerstands nötig gewesen.
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